Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee 1945.

Am 27. Januar fanden wir, einige Mitglieder der Dresdner Initiativen „Christen im Widerstand“, „Querdenken-351“ und eines jüdischen Vereins (der nicht näher benannt werden möchte), uns an der „Gläsernen Bank“ Brühlsche Terrasse zusammen. Gemeinsam gedachten wir der Befreiung des Lagers Auschwitz und den ermordeten Opfern des Holocaust, mit Lesebeiträgen aus historischen Dokumenten.

„Gläserne Bänke“

Die Geschichte von der Ausgrenzung bis zur Auslöschung der jüdischen Mitbürger hat die Künstlerin Marion Kahnemann mit der Installtion dreier „Denkorte“ an viel frequentierten öffentlichen Orten ins Bewußtsein geholt. Im Blüherpark, im Großen Garten und auf der Brühlschen Terrasse wurde jeweils eine „Erinnerungsbank“ installiert.

Wer weiß heute schon noch, daß das Betreten des Königsufers Juden bereits 1938 untersagt war. Und ab 1940 waren Parks und eben auch die Parkbänke „Nur für Arier“ vorbehalten. Mit dem zerbrechlichen Material und dem ausgesparten Schriftzug „HINSEHEN“ soll an die öffentliche Ausgrenzung einer ganzen Bevölkerungsgruppe in einem bis dato kaum vorstellbaren Ausmaß erinnert werden. Zugleich möchte die Künstlerin damit auch auf heutige Mechanismen der Ausgrenzung sensibilisieren.

Foto: alanbatt from Pixabay